“Samson et Dalila”

by Camille Saint-Saëns libretto (German ⇄ French)


For easier side-by-side reading, turn your phone horizontally.
PersonenPersonnages
Samson — Tenor

Dalila — Mezzosopran

Oberpriester des Dagon — Bariton

Abimélech
(Satrap von Gaza) — Bass

Ein alter Hebräer — Bass

Ein Bote der Philister — Tenor

Erster Philister — Tenor

Zweiter Philister — Bass

Ein Knabe — stumme Rolle

Krieger, Offiziere, Priester, Tempeldiener, Wachen, Fürsten und Volk der Philister; Volk der Hebräer

Priesterinnen — Ballett

Ort und Zeit
Gaza in Palästina, um 1150 v. Chr.
Samson — ténor

Dalila — mezzo-soprano

Le Grand-Prêtre de Dagon — baryton

Abimélech
(satrape de Gaza) — basse

Un Vieillard hébreu — basse

Un Messager philistin — ténor

Premier Philistin — ténor

Deuxième Philistin — basse

Un Enfant — rôle muet

Guerriers, officiers, prêtres, serviteurs du temple, gardes, princes et peuple des Philistins ; peuple des Hébreux

Prêtresses — ballet

Lieu et époque
Gaza, en Palestine, vers 1150 av. J.-C.
Erster AktPremier Acte
Erste SzenePremière scène
Ein großer Platz in der Stadt Gaza in Palästina; links die Säulenhalle des Dagon-Tempels. Das hebräische Volk – Männer und Frauen – ist in schmerzgebeugter Haltung auf dem Platz versammelt und betet. Unter ihnen ist Samson. Es ist Nacht.Une place publique dans la ville de Gaza, en Palestine ; à gauche le portique du temple de Dagon. Au lever du rideau, une foule d’Hébreux, hommes et femmes, sont réunis sur la place dans l’attitude de la douleur et de la prière. Samson est parmi eux. Il fait nuit.
Hebräer
Gott!
Gott Israels! Erhöre das Gebet
deiner Kinder, die dich auf Knien anflehen,
erbarme dich deines Volkes und seines Unglücks!
Möge sein Schmerz deinen Zorn besiegen!
Einst wandtest du dich von uns ab,
und von diesem Tag an war dein Volk besiegt!
Willst du, Herr, daß von allen Völkern
jenes ausgelöscht werde, das dich kennt?
Tagtäglich flehe ich zu dir, doch vergeblich;
er ist taub meinen Worten, antwortet mir nicht!
Und dennoch erflehe ich hier vom Abend
bis zur Morgenröte die Hilfe seines Arms!
Wir haben gesehen, wie unsere Städte verwüstet wurden,
wie die Heiden deinen Altar geschändet haben;
und unter ihrem Joch haben unsere Stämme
alles verloren, sogar ihren Namen: Israel!
Und unter ihrem Joch, usw.
Bist du denn nicht mehr der Gott der Befreiung,
der unser Volk aus Ägypten geführt hat?
O Gott!
Hast du dieses göttliche Bündnis gebrochen,
das heilige Versprechen, das du unseren Ahnen gabst?

Samson
(tritt rechts aus der Menge hervor)
Haltet ein, meine Brüder!
Und preist den Namen
des heiligen Gottes unserer Väter!
Denn die Stunde der Vergebung
steht vielleicht bevor!
Ja, ich höre in meinem Herzen
eine stolze Stimme!
Es ist die Stimme des Herrn,
die durch meinen Mund spricht:
Dieser Gott voller Güte,
den unser Gebet gerührt hat,
verspricht uns die Freiheit!
Brüder, so brechen wir unsere Ketten,
errichten wir den Altar
für den einen Gott Israels!
 
Les Hébreux
Dieu !
Dieu d’Israël ! écoute la prière
de tes enfants t’implorant à genoux,
prends en pitié ton peuple et sa misère !
Que sa douleur désarme ton courroux !
Un jour, de nous tu détournas ta face,
et de ce jour ton peuple fut vaincu !
Quoi ! veux-tu donc qu’à jamais on efface
des nations, celle qui t’a connu !
Mais vainement tout le jour je t’implore ;
sourd à ma voix il ne me répond pas !
Et cependant, du soir jusqu’à l’aurore
j’implore ici le secours de son bras !
Nous avons vu nos cités renversées,
et les Gentils profanant ton autel ;
et sous leur joug nos tribus dispersées
ont tout perdu, jusqu’au nom d’Israël !
Et sous leur joug, etc.
N’es-tu donc plus ce Dieu de délivrance
qui de l’Égypte arrachait nos tribus ?
Dieu !
As-tu rompu cette sainte alliance,
divins serments par nos aïeux reçus ?

Samson
(sortant de la foule à droite)
Arrêtez, ô mes frères !
Et bénissez le nom
du Dieu saint de nos pères !
Car l’heure du pardon
est peut-être arrivée !
Oui, j’entends dans mon cœur
une voix élevée !
C’est la voix du Seigneur
qui parle par ma bouche :
ce Dieu plein de bonté,
que la prière touche,
promet la liberté !
Frères, brisons nos chaînes,
et relevons l’autel
du seul Dieu d’Israël !
 
Hebräer
Ach! Ach! Nur leere Worte!
Wo sollen wir die Waffen finden,
um in den Kampf zu ziehen?
Wie sollen wir uns rüsten?
Wir haben doch nur unsere Tränen!

Samson
Hast du ihn also vergessen,
ihn, dessen Stärke
sich einst mit dir verbündet hat?
Ihn, der in seiner Güte
so oft für dich hat
seine Orakel sprechen lassen,
ihn, der mit seinen Wundern
deinem Glauben neue Kraft gab?
Ihn, der durch das Meer
unseren Vätern auf der Flucht
aus schändlicher Sklaverei einen Weg zu bahnen wußte?

Hebräer
Die Zeiten sind vorbei,
als der Gott unserer Väter
seines Kinder beschützte,
ihre Gebete erhörte!

Samson
Elende! Schweigt still!
Mit euren Zweifeln lästert ihr Gott!
Auf Knien wollen wir beten
zum Herrn, der uns liebt!
In seine Hände wollen wir legen
die Sorge um unseren Ruhm
und unsere Lenden gürten
im Vertrauen auf den Sieg!
Er ist der Gott des Kampfes!
Er ist der Gott der Heerscharen!
Er wird euch rüsten
mit unbesiegbaren Klingen!

Hebräer
Ah! Der Geist des Herrn spricht aus ihm!
So wollen wir aus unserem Herzen
diese schändliche Angst verbannen!
Wir wollen mit ihm ziehen
im Kampf für unsere Freiheit!
Jehovah! Jehovah! Jehovah! Jehovah!
Jehovah geleitet ihn
und gibt uns wieder Hoffnung!
 
Les Hébreux
Hélas ! hélas ! paroles vaines !
Pour marcher aux combats
où donc trouver des armes ?
Comment armer nos bras ?
Nous n’avons que nos larmes !

Samson
L’as-tu donc oublié,
celui dont la puissance
se fit ton allié ?
Lui qui, plein de clémence,
a si souvent pour toi
fait parler ses oracles,
et rallumé ta foi
au feu de ses miracles ?
Lui, qui dans l’Océan
sut frayer un passage
à nos pères fuyant un honteux esclavage ?

Les Hébreux
Ils ne sont plus, ces temps
où le Dieu de nos pères
protégeait ses enfants,
entendait leurs prières !

Samson
Malheureux ! taisez-vous !
Le doute est un blasphème !
Implorons à genoux
le Seigneur qui nous aime !
Remettons dans ses mains
le soin de notre gloire,
et puis ceignons nos reins,
certains de la victoire !
C’est le Dieu des combats !
C’est le Dieu des armées !
Il armera vos bras
d’invincibles épées !

Les Hébreux
Ah ! le souffle du Seigneur a passé dans son âme !
Ah ! chassons de notre cœur
une terreur infâme !
Et marchons avec lui
pour notre délivrance !
Jéhovah ! Jéhovah ! Jéhovah ! Jéhovah !
Jéhovah le conduit
et nous rend l’espérance !
Zweite SzeneDeuxième scène
(Abimelech tritt von links her auf, ihm folgen Krieger und Soldaten der Philister.)(Abimélech entre par la gauche, suivi de plusieurs guerriers et soldats philistins.)
Abimelech
Wer nur erhebt hier seine Stimme?
Schon wieder diese Sklavenhorde,
die unserer Macht zu trotzen wagt
und ihre Fesseln sprengen will!
Laßt eure Seufzer und eure Tränen,
die unsere Geduld erschöpfen;
erfleht statt dessen die Gnade
derer, die eure Herren wurden!
Dieser Gott, zu dem ihr ruft,
wollte euer Schreien nicht hören,
und ihr wagt immer noch, zu ihm zu beten?
Er liefert euch unserer Verachtung aus.
Wenn seine Macht etwas taugt,
soll er doch seine Göttlichkeit zeigen!
Er soll eure Ketten zerbrechen,
soll euch in die Freiheit entlassen!
Glaubt ihr denn, dieser Gott
käme Dagon gleich, dem größten Gott,
der mit seinem mächtigen Arm
unsere siegreichen Krieger lenkt?
Von Angst erfüllt ist eure Gottheit,
floh zitternd vor ihm,
wie eine Taube feige flüchtet
vor dem Geier, der sie verfolgt!

Samson
(erleuchtet)
Du bist es, den sein Mund beleidigt,
und die Erde hat noch nicht gezittert?
O Herr, das Maß aller Demütigung ist voll!
Ich sehe in der Engel Händen
die feurigen Waffen blitzen,
und vom Himmel herab eilen
die Heerscharen zur Rache Gottes.
Ja, selbst der Engel der Finsternis
erschrickt vor ihnen,
stößt höllische Schreie aus,
die den Himmel erbeben lassen.
Endlich ist die Stunde gekommen,
die Stunde des rächenden Gottes,
und ich höre, wie sein Grimm
aus den Wolken hervorbricht.
Ja, vor seinem Zorn
erzittert alles und flieht!
Man spürt, wie die Erde erbebt;
am Himmel zuckt der Blitz!
 
Abimélech
Qui donc élève ici la voix ?
Encor ce vil troupeau d’esclaves,
osant toujours braver nos lois
et voulant briser leurs entraves !
Cachez vos soupirs et vos pleurs
qui lassent notre patience ;
invoquez plutôt la clémence
de ceux qui furent vos vainqueurs !
Ce dieu que votre voix implore
est demeuré sourd à vos cris,
et vous l’osez prier encore,
quand il vous livre à nos mépris ?
Si sa puissance n’est pas vaine,
qu’il montre sa divinité !
Qu’il vienne briser votre chaîne ;
qu’il vous rende la liberté !
Croyez-vous ce dieu comparable
à Dagon, le plus grand des dieux,
guidant de son bras redoutable
nos guerriers victorieux ?
Votre divinité craintive
tremblante fuyait devant lui,
comme la colombe plaintive
fuit le vautour qui la poursuit !

Samson
(inspiré)
C’est toi que sa bouche invective,
et la terre n’a point tremblé ?
Ô Seigneur, l’abîme est comblé !
Je vois aux mains des anges
briller l’arme de feu,
et du ciel les phalanges
accourent venger Dieu.
Oui, l’ange des ténèbres,
en passant devant eux,
pousse des cris funèbres
qui font frémir les cieux !
Enfin l’heure est venue,
l’heure du Dieu vengeur,
et j’entends dans la nue
éclater sa fureur.
Oui, devant sa colère
tout s’épouvante et fuit !
On sent trembler la terre ;
aux cieux la foudre luit !
Hebräer
Ja, vor seinem Zorn
erzittert alles und flieht!

Abimelech
Halt ein!
Wahnsinniger, verwegener Narr ...

Hebräer
Man spürt, wie die Erde bebt;
am Himmel zuckt der Blitz!

Abimelech
... oder fürchte dich
vor meinem Zorn!

Samson
Israel! Zerbrich deine Ketten!
O mein Volk, erhebe dich!
Komm und stille deinen Haß!
Der Herr ist mit mir!
O du, Gott des Lichtes,
wie einst in alter Zeit
erhöre mein Gebet
und streite für deine Gesetze.

Hebräer
Israel! Zerbrich deine Ketten! usw.

Samson
Ja, vor seinem Zorn
erzittert alles und flieht!
Man spürt, wie die Erde bebt;
am Himmel zuckt der Blitz!
Er läßt Unwetter toben,
gebietet dem Orkan;
wenn er vorübergeht,
weicht gar der Ozean!

Hebräer
Israel! Zerbrich deine Ketten! usw.
Israel! Erhebe dich! Erhebe dich!
(Abimelech stürzt sich mit dem Schwert in der Hand auf Samson, um ihn zu erschlagen. Samson entreißt ihm die Waffe und streckt ihn nieder. Die Philister in der Begleitung des Satrapen wollen ihm zu Hilfe eilen; Samson schwenkt sein Schwert und treibt sie zurück. Ihm gehört die rechte Seite der Bühne; unter den Philistern herrscht Panik. Samson und die Hebräer gehen nach rechts ab.)
 
Les Hébreux
Oui, devant sa colère
tout s’épouvante et fuit !

Abimélech
Arrête !
insensé, téméraire...

Les Hébreux
On sent trembler la terre ;
aux cieux la foudre luit !

Abimélech
... ou crains d’exciter
ma colère !

Samson
Israël ! romps ta chaîne !
Ô peuple, lève-toi !
Viens assouvir ta haine !
Le Seigneur est en moi !
Ô toi, Dieu de lumière,
comme aux jours d’autrefois
exauce ma prière,
et combats pour tes lois !

Les Hébreux
Israël ! romps ta chaîne ! etc.

Samson
Oui, devant sa colère
tout s’épouvante et fuit !
On sent trembler la terre ;
aux cieux la foudre luit !
Il déchaîne l’orage,
commande à l’ouragan ;
on voit sur son passage
reculer l’Océan !

Les Hébreux
Israël ! romps ta chaîne ! etc.
Israël ! lève-toi ! lève-toi !
(Abimélech se précipite sur Samson, l’épée à la main pour le frapper. Samson lui arrache l’épée des mains et le frappe, Abimélech tombe. Les Philistins qui accompagnent le satrape veulent le secourir ; Samson, brandissant son épée, les éloigne. Il occupe la droite de la scène ; la plus grande confusion règne parmi eux. Samson et les Hébreux sortent à droite.)
 
Dritte SzeneTroisième scène
(Die Pforten des Dagon-Tempels öffnen sich; der Oberpriester mit zahlreichen Dienern und Wächtern im Gefolge steigt die Stufen der Säulenhalle herab; vor der Leiche Abimelechs bleibt er stehen; die Philister weichen vor ihm zurück.)(Les portes du temple de Dagon s’ouvrent ; le grand-prêtre, suivi de nombreux serviteurs et gardes, descend les degrés du portique ; il s’arrête devant le cadavre d’Abimélech ; les Philistins s’écartent devant lui.)
Oberpriester
Was sehe ich!
Abimelech! Erschlagen von Sklaven!
Warum laßt ihr sie entfliehen? Lauft, lauft, ihr tapferen Leute!
Rächt euren Herrn, zermalmt unter euren Hieben
dieses rebellische Volk, das sich eurem Zorn widersetzt!

Erster Philister
Ich spürte, wie das Blut
mir in den Adern stockte;
mir schien, man wollte mich
in Ketten legen.

Zweiter Philister
Ich suche vergeblich meine Waffen,
meine Arme sind kraftlos,
mein Herz ist voller Furcht,
mir zittern die Knie!

Oberpriester
Ihr Feiglinge! Feiger noch als Frauen!
Ihr flieht, wenn es kämpfen heißt!
Fürchtet ihr, das Feuer ihres Gottes
könnte euch den Arm versengen?
 
Le Grand-Prêtre
Que vois-je !
Abimélech ! frappé par des esclaves !
Pourquoi les laisser fuir ? courons, courons, mes braves !
Pour venger votre Prince, écrasez sous vos coups
ce peuple révolté bravant votre courroux !

Premier Philistin
J’ai senti dans mes veines
tout mon sang se glacer ;
il semble que des chaînes
soudain vont m’enlacer.

Deuxième Philistin
Je cherche en vain mes armes,
mes bras sont impuissants,
mon cœur est plein d’alarmes,
mes genoux sont tremblants !

Le Grand-Prêtre
Lâches ! plus lâches que des femmes !
Vous fuyez devant les combats !
De leur Dieu craignez-vous les flammes,
qui doivent dessécher vos bras ?
Vierte SzeneQuatrième scène
(Ein Bote der Philister tritt auf.)

Bote Der Philister
Herr! Die wilde Horde,
von Samson geführt,
tobt durch unser Land
und verwüstet die Ernte.

Erster und Zweiter Philister
Weichen wir der Gefahr!

Erster und Zweiter Philister, Bote
Rasch fort hier von diesem Ort!
Herr, laß uns die Stadt verlassen,
unsere Schmach verbergen!
 
(Entre un messager philistin.)

Un Messager Philistin
Seigneur ! la troupe furieuse
que conduit et guide Samson
dans sa révolte audacieuse
accourt ravageant la moisson.

Premier et Deuxième Philistin
Fuyons un danger inutile !

Premier et Deuxième Philistin, Le Messager
Quittons au plus vite ces lieux !
Seigneur, abandonnons la ville,
et cachons notre honte aux yeux !
 
Oberpriester
Auf ewig verflucht sei die Rasse
der Kinder Israels!
Ich will ihre Spuren auslöschen,
sie in Gift und Galle ertränken!
Verflucht sei ihr Führer!
Ich werde ihm die morschen Knochen,
die schmachtende Kehle zertrampeln
ohne geringstes Mitleid!
Verflucht sei der Leib der Frau,
die ihn geboren hat!
So soll denn ein ehrloses Weib
seine Liebe verraten!
Verflucht sei der Gott, den er liebt,
dieser Gott, seine einzige Hoffnung,
dessen Altar und dessen Macht
ich haßerfüllt stets schmähen werde!

Bote, Erster und Zweiter Philister
Fliehen wir in die Berge,
verlassen wir diesen Ort,
unsere Häuser, unsere Frauen
und gar unsere Götter!

Oberpriester
Israel sei verflucht von unseren Göttern!
(Sie gehen nach links ab und nehmen Abimelechs Leiche mit. Sobald die Philister und der Oberpriester die Bühne verlassen haben, treten die Hebräer, Frauen und alte Männer, von links her auf.)
 
Le Grand-Prêtre
Maudite à jamais soit la race
des enfants d’Israël !
Je veux en effacer la trace,
les abreuver de fiel !
Maudit soit celui qui les guide !
J’écraserai du pied
ses os brisés, sa gorge aride,
sans frémir de pitié !
Maudit soit le sein de la femme
qui lui donna le jour !
Qu’enfin une compagne infâme
trahisse son amour !
Maudit soit le dieu qu’il adore,
ce dieu, son seul espoir !
Et dont ma haine insulte encore
l’autel et le pouvoir !

Le Messager, Premier et Deuxième Philistin
Fuyons dans les montagnes,
abandonnons ces lieux,
nos maisons, nos compagnes,
et jusques à nos dieux !

Le Grand-Prêtre
Qu’Israël soit maudit par nos dieux !
(Ils sortent par la gauche, emportant le cadavre d’Abimélech. Au moment où les Philistins quittent la scène suivis du grand-prêtre, les Hébreux, vieillards et femmes, entrent par la droite.)
Fünfte SzeneCinquième scène
Alte Hebräer
Lobgesang der Freude,
Lobgesang der Befreiung,
steige zum Ewigen empor!
Er hat in seiner Allmacht geruht,
Israel beizustehen!
Durch ihn ist der Schwache zum Herrn
des Starken geworden, der ihn unterdrückte!
Er hat den Stolzen besiegt und den Verräter,
dessen Stimme ihn beleidigte!
(Die Hebräer, von Samson geführt, treten von links auf.)

Ein Alter Hebräer
Er strafte uns mit seinem Zorn,
denn wir haben seine Gebote übertreten.
Später, die Stirn in den Staub gebeugt,
erhoben wir zu ihm unsere Stimme.
Er sprach zu seinen geliebten Stämmen:
Erhebt euch, zieht in den Kampf!
Ich bin der Herr der Heerscharen,
ich bin die Stärke eures Arms!

Alte Hebräer, Ein Alter Hebräer
Er wandte sich uns zu in unserer Not,
denn seine Söhne sind ihm teuer.
Die Welt soll vor Freude erbeben!
Er hat unsere Fesseln gesprengt!
Lobgesang der Freude,
Lobgesang der Befreiung,
steige zum Ewigen empor!
Er hat in seiner Allmacht geruht,
Israel beizustehen!
 
Vieillards Hébreux
Hymne de joie,
hymne de délivrance,
montez vers l’Éternel !
Il a daigné dans sa toute-puissance
secourir Israël !
Par lui le faible est devenu le maître
du fort qui l’opprimait !
Il a vaincu l’orgueilleux et le traître
dont la voix l’insultait !
(Les Hébreux conduits par Samson entrent à droite.)

Un Vieillard Hébreu
Il nous frappait dans sa colère,
car nous avions bravé ses lois.
Plus tard, le front dans la poussière,
vers lui nous élevions la voix.
Il dit à ses tribus aimées :
levez-vous, marchez aux combats !
Je suis le Seigneur des armées,
je suis la force de vos bras !

Vieillards Hébreux, Le Vieillard Hébreu
Il est venu vers nous dans la détresse,
car ses fils lui sont chers.
Que l’univers tressaille d’allégresse !
Il a rompu nos fers !
Hymne de joie !
Hymne de délivrance !
Montez vers l’Éternel !
Il a daigné dans sa toute-puissance
secourir Israël !
 
translated by Gudrun Meier
 
libretto by Ferdinand Lemaire
 
🎼

Continue reading

You’re viewing a preview of this side-by-side translation.

Create a free account to save your place and manage access.

Register free
Already have an account? Log in

To read the complete side-by-side translation:

Unlock this opera — $3.99 one-time
Full access to all operas — $5/month