“The Magic Flute”

by Wolfgang Amadeus Mozart libretto (German ⇄ English)


Paperback libretto with side-by-side translation

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PersonenCharacters
Sarastro
(Hohepriester der Isis und des Osiris) — Bass

Tamino
(ägyptischer Prinz) — Tenor

Sprecher — Bassbariton

Erster Priester — Tenor

Zweiter Priester — Bass

Dritter Priester — Sprechrolle

Königin der Nacht — Sopran

Pamina
(ihre Tochter) — Sopran

Erste Dame
(Gesandte der Königin der Nacht) — Sopran

Zweite Dame
(Gesandte der Königin der Nacht) — Sopran

Dritte Dame
(Gesandte der Königin der Nacht) — Alt

Erster Knabe — Sopran

Zweiter Knabe — Sopran

Dritter Knabe — Alt

Papageno
(Vogelfänger) — Bariton

Papagena
(Papagenos zukünftige Frau, als alte Frau verkleidet) — Sopran

Monostatos
(ein Mohr im Dienst Sarastros) — Tenor

Erster Geharnischter — Tenor

Zweiter Geharnischter — Bass

Drei Sklaven — Sprechrollen

Chor

Priester, Frauen, Volk, Sklaven und Gefolge

Ort und Zeit
Ägypten, Märchenzeit
Sarastro
(High Priest of Isis and Osiris) — Bass

Tamino
(an Egyptian prince) — Tenor

Speaker — Bass-baritone

First Priest — Tenor

Second Priest — Bass

Third Priest — Spoken role

Queen of the Night — Coloratura soprano

Pamina
(her daughter) — Soprano

First Lady
(an emissary of the Queen of the Night) — Soprano

Second Lady
(an emissary of the Queen of the Night) — Soprano

Third Lady
(an emissary of the Queen of the Night) — Mezzo-soprano

First Boy — Soprano

Second Boy — Soprano

Third Boy — Alto

Papageno
(a birdcatcher) — Baritone

Papagena
(Papageno’s intended bride, disguised as an old woman) — Soprano

Monostatos
(a Moor in Sarastro’s service) — Tenor

First Armoured Man — Tenor

Second Armoured Man — Bass

Three Slaves — Spoken roles

Chorus

Priests, women, townspeople, slaves and attendants

Time and Place
Egypt, in a fairy-tale era
OuvertüreOverture
ERSTER AKTACT ONE
Das Theater ist eine felsige Gegend, hier und da
mit Bäumen überwachsen; auf beiden Seiten sind
gangbare Berge, nebst einem runden Tempel.
(Tamino kommt in einem prächtigen japonischen
Jagdkleide rechts von einem Felsen herunter, mit
einem Bogen, aber ohne Pfeil; eine Schlange
verfolgt ihn.)
The scene is a rocky area, here and there
overgrown with trees, on both sides are smallish
hills; there is also a round temple.
(Tamino descends from a rock to the right, in
splendid Japanese hunting-costume, carrying a bow
but no arrows; a serpent pursues him.)
Nr. 1: Introduktion

Tamino
Zu Hilfe! Zu Hilfe! sonst bin ich verloren,
der listigen Schlange zum Opfer erkoren –
barmherzige Götter! Schon nahet sie sich,
ach rettet mich, ach rettet, schützet mich!
(Er fällt in Ohnmacht; sogleich öffnet sich die
Pforte des Tempels; drei verschleierte Damen
kommen heraus, jede mit einem silbernen Wurfspieß.)


Die Drei Damen
Stirb, Ungeheuer, durch uns’re Macht!
Triumph! Triumph! Sie ist vollbracht
die Heldentat! Er ist befreit
durch uns’res Armes Tapferkeit.
 
No. 1: Introduction

Tamino
Help me! oh, help me! or I am lost,
condemned as sacrifice to the cunning serpent –
Merciful gods! It’s coming closer!
Ah! save me, ah! defend me!
(He faints; immediately the door to the temple
opens; three veiled ladies come out, each carrying
a silver spear.)


The Three Ladies
Die, monster, by our power!
Victory! Victory! Accomplished
is the heroic deed! He is free,
thanks to our bravery.
 
Erste Dame
(ihn betrachtend)
Ein holder Jüngling, sanft und schön!

Zweite Dame
So schön, als ich noch nie geseh’n.

Dritte Dame
Ja, ja, gewiß! zum Malen schön.

Alle Drei
Würd’ ich mein Herz der Liebe weih’n,
so müßt’ es dieser Jüngling sein.
Laßt uns zu uns’rer Fürstin eilen,
ihr diese Nachricht zu erteilen.
Vielleicht daß dieser schöne Mann,
die vor’ge Ruh’ ihr geben kann.

Erste Dame
So geht und sagt es ihr,
ich bleib’ indessen hier. –

Zweite Dame
Nein, nein, geht ihr nur hin,
ich wache hier für ihn!

Dritte Dame
Nein, nein, das kann nicht sein,
ich schütze ihn allein!

Erste Dame
Ich bleib’ indessen hier ...
 
First Lady
(observing him)
A pleasing youth, gentle and fair!

Second Lady
The fairest I have ever seen.

Third Lady
Yes, that’s true, pretty as a picture.

All Three
If I ever gave my heart away,
it could be to none but this youth.
Let us hasten to our Queen
and report this news to her.
Perhaps this handsome man
can restore her peace of mind.

First Lady
You go and tell her, then;
meanwhile, I’ll stay here. –

Second Lady
No, no, you go ahead;
I’ll keep watch over him!

Third Lady
No, no, that may not be;
I’ll protect him!

First Lady
Meanwhile, I’ll stay here...
 
Zweite Dame
Ich wache hier für ihn ...

Dritte Dame
Ich schütze ihn allein ...

Erste Dame
... ich bleibe ...

Zweite Dame
... ich wache ...

Dritte Dame
... ich schütze ...

Erste Dame
... ich!

Zweite Dame
... ich!

Dritte Dame
... ich!
 
Second Lady
I’ll keep watch over him...

Third Lady
I’ll protect him myself...

First Lady
...I’ll stay...

Second Lady
...I’ll keep watch...

Third Lady
...I’ll protect him...

First Lady
...I!

Second Lady
...I!

Third Lady
...I!
 
Alle Drei
(für sich)
Ich sollte fort! Ei, ei! wie fein!
Sie wären gern bei ihm allein.
Nein, nein, das kann nicht sein!
Was sollte ich darum nicht geben,
könnt’ ich mit diesem Jüngling leben!
Hätt’ ich ihn doch so ganz allein!
Doch keine geht, es kann nicht sein.
Am besten ist es nun, ich geh’.
Du Jüngling schön und liebevoll,
du trauter Jüngling, lebe wohl,
bis ich dich wiederseh’.

(Sie gehen alle drei zur Pforte des Tempels ab,
die sich selbst öffnet und schließt.)


Tamino
(erwacht, sieht furchtsam umher)
Wo bin ich?
Ist’s Fantasie, daß ich noch lebe?
Oder hat eine höhere Macht mich gerettet?
(steht auf, sieht umher)
Wie? –
Die bösartige Schlange liegt tot zu meinen Füßen?
(Man hört von fern ein Waldflötchen, worunter
das Orchester piano akkompagniert. Tamino
spricht unter dem Ritornell.)

Was hör’ ich?
Wo bin ich?
Welch unbekannter Ort! –
Ha, eine männliche Figur nähert sich dem Tal.
(versteckt sich hinter einem Baum)

(Papageno kommt den Fußsteig herunter, hat auf
dem Rücken eine große Vogelsteige, die hoch über
den Kopf geht, worin verschiedene Vögel sind;
auch hält er mit beiden Händen ein
Faunenflötchen, pfeift und singt.)

 
All Three
(each to herself)
Then I must go! Aha, very nice!
They want to be alone with him.
No, no, that’s out of the question!
What would I not give
to live with this youth!
If only I had him to myself!
Still no one goes; it is not to be.
I had better go.
O youth so fair and loveable,
O faithful youth, farewell
until I see thee again.

(All three go off through the temple gate,
which opens and closes by itself.)


Tamino
(wakes and looks around fearfully)
Where am I?
Am I only imagining that I am still alive?
Or has some higher power saved me?
(gets up and looks around)
What? –
The vicious serpent lies dead at my feet?
(A shepherd’s pipe is heard in the distance,
softly accompanied by the orchestra. Tamino
speaks during the ritornello.)

What do I hear?
Where am I?
What a strange place! –
Ha, a man is coming down into the valley.
(hides behind a tree)

(Papageno comes down the footpath.
On his back he carries a large birdcage,
reaching high above his head, with various birds inside;
in both hands he holds a panpipe.
He whistles and sings.)

 
Nr. 2: Arie

Papageno
Der Vogelfänger bin ich ja –
stets lustig heißa hopsasa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
bei Alt und Jung im ganzen Land.
Weiß mit dem Locken umzugehn
und mich aufs Pfeifen zu verstehn!
Drum kann ich froh und lustig sein,
denn alle Vögel sind ja mein.
Der Vogelfänger bin ich ja –
stets lustig, heißa hopsasa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
bei Alt und Jung im ganzen Land.
Ein Netz für Mädchen möchte ich,
ich fing’ sie dutzendweis’ für mich.
Dann sperrte ich sie bei mir ein,
und alle Mädchen wären mein.
Wenn alle Mädchen wären mein,
so tauschte ich brav Zucker ein:
die, welche mir am liebsten wär’,
der gäb’ ich gleich den Zucker her.
Und küßte sie mich zärtlich dann,
wär’ sie mein Weib und ich ihr Mann.
Sie schlief’ an meiner Seite ein,
ich wiegte wie ein Kind sie ein.
 
No. 2: Aria

Papageno
The birdcatcher am I –
and always merry, tra la la!
As the birdcatcher I am known
by old and young throughout the land.
I know how to set decoys
and whistle just like my prey!
So merry and carefree can I be,
knowing all the birds belong to me.
The birdcatcher am I –
and always merry, tra la la!
As the birdcatcher I am known
by old and young throughout the land.
I wish I had a trap for girls –
I’d catch them by the dozen then.
I’d keep them in a cage at home,
and all the girls would be mine alone.
If all the girls were mine alone,
I’d gladly trade for some sugar;
then to the one I liked the best
I’d give all the sugar she wanted.
And if she then kissed me tenderly,
she’d be my wife and I her husband.
She would sleep beside me
and I would rock her like a child.
 
(Papageno pfeift und will nach der
Arie zur Pforte gehen.)


Tamino
(nimmt ihn bei der Hand)
He da!

Papageno
Was da!

Tamino
Sag mir, du lustiger Freund, wer du seist?

Papageno
Wer ich bin?
(für sich)
Dumme Frage!
(laut)
Ein Mensch wie du. –
Wenn ich dich nun fragte, wer du bist?

Tamino
So würde ich dir antworten,
daß ich aus fürstlichem Geblüte bin.

Papageno
Das ist mir zu hoch. –
Mußt dich deutlicher erklären,
wenn ich dich verstehen soll!

Tamino
Mein Vater ist Fürst,
der über viele Länder und Menschen herrscht;
darum nennt man mich Prinz.

Papageno
Länder? – Menschen? – Prinz?

Tamino
Daher frag’ ich dich!

Papageno
Langsam! Laß mich fragen. –
Sag du mir zuvor:
Gibt’s außer diesen Bergen auch noch Länder
und Menschen?

Tamino
Viele Tausende!

Papageno
Da ließ’ sich eine Spekulation
mit meinen Vögeln machen.

Tamino
Nun sag du mir, in welcher Gegend wir sind.

Papageno
In welcher Gegend?
(sieht sich um)
Zwischen Tälern und Bergen.

Tamino
Schon recht!
Aber wie nennt man eigentlich diese Gegend?
Wer beherrscht sie?

Papageno
Das kann ich dir ebensowenig beantworten,
als ich weiß, wie ich auf die Welt gekommen bin.

Tamino
(lacht)
Wie?
Du wüßtest nicht,
wo du geboren oder wer deine Eltern waren?

Papageno
Kein Wort! –
Ich weiß nicht mehr und nicht weniger,
als daß mich ein alter,
aber sehr lustiger Mann auferzogen
und ernährt hat.

Tamino
Das war vermutlich dein Vater?

Papageno
Das weiß ich nicht.

Tamino
Hattest du denn deine Mutter nicht gekannt?

Papageno
Gekannt hab’ ich sie nicht;
erzählen ließ ich mir’s einige Mal,
daß meine Mutter einst da in diesem
verschlossenen Gebäude bei der nächtlich
sternflammenden Königin gedient hätte. –
Ob sie noch lebt oder was aus ihr geworden ist,
weiß ich nicht. –
Ich weiß nur so viel,
daß nicht weit von hier meine Strohhütte steht,
die mich vor Regen und Kälte schützt.

Tamino
Aber wie lebst du?

Papageno
Von Essen und Trinken, wie alle Menschen.

Tamino
Wodurch erhältst du das?

Papageno
Durch Tausch. –
Ich fange für die sternflammende Königin
und ihre Jungfrauen verschiedene Vögel;
dafür erhalt’ ich täglich Speis’
und Trank von ihr.

Tamino
(für sich)
Sternflammende Königin! –
Wenn es etwa gar die mächtige
Herrscherin der Nacht wäre! –
Sag mir, guter Freund,
warst du schon so glücklich,
diese Göttin der Nacht zu sehen?

Papageno
(der bisher öfters auf seiner Flöte geblasen hat)
Deine letzte alberne Frage überzeugt mich,
daß du aus einem fremden Lande geboren bist.

Tamino
Sei darüber nicht ungehalten, lieber Freund!
Ich dachte nur –

Papageno
Sehen? – Die sternflammende Königin sehen? –
Wenn du noch mit einer solchen albernen
Frage an mich kommst, so sperr’ ich dich,
so wahr ich Papageno heiße,
wie einen Gimpel in mein Vogelhaus,
verhandle dich dann mit meinen übrigen
Vögeln an die nächtliche Königin
und ihre Jungfrauen;
dann mögen sie dich meinetwegen
sieden oder braten.

Tamino
(für sich)
Ein wunderlicher Mann!

Papageno
Sehen? – Die sternflammende Königin sehen? –
Welcher Sterbliche kann sich rühmen,
sie je gesehen zu haben? –
Welches Menschen Auge würde durch ihren
schwarz durchwebten Schleier blicken können?

Tamino
(für sich)
Nun ist’s klar;
es ist eben diese nächtliche Königin,
von der mein Vater mir so oft erzählte. –
Aber zu fassen, wie ich mich hierher verirrte,
ist außer meiner Macht. –
Unfehlbar ist auch dieser Mann
kein gewöhnlicher Mensch. –
Vielleicht einer ihrer dienstbaren Geister.

Papageno
(für sich)
Wie er mich so starr anblickt!
Bald fang’ ich an, mich vor ihm zu fürchten. –
Warum siehst du so verdächtig
und schelmisch nach mir?

Tamino
Weil – weil ich zweifle, ob du Mensch bist.

Papageno
Wie war das?

Tamino
Nach deinen Federn, die dich bedecken,
halt’ ich dich –
(geht auf ihn zu)

Papageno
Doch für keinen Vogel? –
Bleib zurück, sag’ ich, und traue mir nicht;
denn ich habe Riesenkraft,
wenn ich jemand packe. –
Wenn er sich nicht bald von mir schrecken läßt,
so lauf’ ich davon.

Tamino
Riesenkraft?
(sieht auf die Schlange)
Also warst du wohl gar mein Erretter,
der diese giftige Schlange bekämpfte?

Papageno
Schlange!
(sieht sich um, weicht zitternd
einige Schritte zurück)

Was da! Ist sie tot oder lebendig?

Tamino
Du willst durch deine bescheidene
Frage meinen Dank ablehnen –
aber ich muß dir sagen,
daß ich ewig für deine
so tapfere Handlung dankbar sein werde.

Papageno
Schweigen wir davon still –
freuen wir uns, daß sie glücklich überwunden ist.

Tamino
Aber um alles in der Welt, Freund!
Wie hast du dieses Ungeheuer bekämpft?
Du bist ohne Waffen.

Papageno
Brauch’ keine! –
Bei mir ist ein starker Druck
mit der Hand mehr als Waffen.

Tamino
Du hast sie also erdrosselt?

Papageno
Erdrosselt!
(für sich)
Bin in meinem Leben nicht
so stark gewesen als heute.

(Die drei Damen erscheinen.)

Die Drei Damen
(drohen und rufen zugleich)
Papageno!

Papageno
Aha! Das geht mich an. – Sieh dich um, Freund!

Tamino
Wer sind diese Damen?

Papageno
Wer sie eigentlich sind, weiß ich selbst nicht. –
Ich weiß nur so viel,
daß sie mir täglich meine Vögel abnehmen
und mir dafür Wein,
Zuckerbrot und süße Feigen bringen.

Tamino
Sie sind vermutlich sehr schön?

Papageno
Ich denke nicht!
Denn wenn sie schön wären,
würden sie ihre Gesichter nicht bedecken.

Die Drei Damen
(drohend)
Papageno!

Papageno
Sei still!
Sie drohen mir schon. –
Du fragst, ob sie schön sind,
und ich kann dir darauf nichts antworten,
als daß ich in meinem Leben
nichts Reizenderes sah. –
Jetzt werden sie bald wieder gut werden.

Die Drei Damen
(drohend)
Papageno!

Papageno
Was muß ich denn heute verbrochen haben,
daß sie gar so aufgebracht wider mich sind? –
Hier, meine Schönen, übergeb’ ich meine Vögel.

Erste Dame
(reicht ihm eine schöne Bouteille Wasser)
Dafür schickt dir unsre Fürstin heute zum
ersten Mal statt Wein reines, helles Wasser.

Zweite Dame
Und mir befahl sie,
daß ich statt Zuckerbrot diesen
Stein dir überbringen soll. –
Ich wünsche, daß er dir wohl bekommen möge.

Papageno
Was? Steine soll ich fressen?

Dritte Dame
Und statt der süßen Feigen hab’ ich die Ehre,
dir dies goldene Schloß
vor den Mund zu schlagen.
(Sie schlägt ihm das Schloß vor. Papageno
zeigt seinen Schmerz durch Gebärden.)


Erste Dame
Du willst vermutlich wissen,
warum die Fürstin dich heute
so wunderbar bestraft?
(Papageno bejaht es.)

Zweite Dame
Damit du künftig nie mehr Fremde
belügst.

Dritte Dame
Und daß du nie dich der Heldentaten rühmst,
die andre vollzogen.

Erste Dame
Sag an! Hast du diese Schlange bekämpft?
(Papageno deutet nein.)

Zweite Dame
Wer denn also?
(Papageno deutet, er wisse es nicht.)

Dritte Dame
Wir waren’s, Jüngling, die dich befreiten.
– Zittre nicht!
Dich erwartet Freude und Entzücken. –
Hier, dies Gemälde schickt dir die große Fürstin;
es ist das Bildnis ihrer Tochter. –
Findest du, sagte sie,
daß diese Züge dir nicht gleichgültig sind,
dann ist Glück,
Ehr’ und Ruhm dein Los. –
Auf Wiedersehen!
(geht ab)

Zweite Dame
Adieu, Monsieur Papageno!
(geht ab)

Erste Dame
Fein nicht zu hastig getrunken!
(geht lachend ab)

(Papageno hat immer sein stummes Spiel gehabt.
Tamino ist gleich bei Empfang des Bildnisses
aufmerksam geworden; seine Liebe nimmt zu, ob er
gleich für alle diese Reden taub schien.)

 
(Papageno whistles and, after the aria,
starts towards the gate.)


Tamino
(takes him by the hand)
Hey there!

Papageno
What’s that!

Tamino
Tell me, my merry friend, who are you?

Papageno
Who am I?
(to himself)
Silly question!
(aloud)
A man, like you. –
And if I asked you who you are?

Tamino
Then I would answer
that I am of princely blood.

Papageno
That’s over my head. –
You must explain yourself more clearly
if I am to understand you!

Tamino
My father is a ruler
who reigns over many lands and peoples;
that is why they call me Prince.

Papageno
Lands? – Peoples? – Prince?

Tamino
That is why I ask you!

Papageno
Slowly! Let me ask the questions. –
First tell me:
are there other lands
and people beyond these mountains?

Tamino
Many thousands!

Papageno
Then I could do some business there
with my birds.

Tamino
Now tell me what region this is.

Papageno
What region?
(looks around)
Between valleys and mountains.

Tamino
Quite right!
But what is this region actually called?
Who rules it?

Papageno
I can no more answer that
than I can tell you how I came into the world.

Tamino
(laughs)
What?
You don’t know where you were born,
or who your parents were?

Papageno
Not a thing! –
I know no more and no less than
that I was brought up
and fed by an old
but very jolly man.

Tamino
Probably your father?

Papageno
That I don’t know.

Tamino
Didn’t you know your mother, then?

Papageno
I never knew her;
a few times I was told
that my mother once served
the star-flaming Queen of the Night,
there in that locked building. –
Whether she is still alive, or what became of her,
I don’t know. –
All I know is
that not far from here stands my straw hut,
which shelters me from rain and cold.

Tamino
But how do you live?

Papageno
On food and drink, like everybody else.

Tamino
And how do you get it?

Papageno
By barter. –
I catch all sorts of birds for
the star-flaming Queen and her maidens;
in exchange I get food
and drink from her every day.

Tamino
(to himself)
The star-flaming Queen! –
What if it were the mighty Queen of
the Night herself! –
Tell me, good friend,
have you ever been lucky enough
to see this goddess of the night?

Papageno
(who has been playing on his pipe from time to time)
Your last silly question convinces me
that you were born in a foreign land.

Tamino
Don’t be offended, dear friend!
I only thought –

Papageno
See her? –
See the star-flaming Queen? –
If you come to me
with another silly question like that, then,
as sure as my name is Papageno,
I’ll lock you up in my birdcage like a bullfinch
and sell you, along with my other birds,
to the Queen of the Night and her maidens;
then for all I care they can boil you
or roast you.

Tamino
(to himself)
A strange man!

Papageno
See her? –
See the star-flaming Queen? –
What mortal can boast of ever having seen her? –
What human eye could see through her veil,
woven through with black?

Tamino
(to himself)
Now it is clear:
this is the very Queen of
the Night my father told me about so often. –
But how I lost my way
and came here is beyond me. –
This man, too,
is surely no ordinary human being. –
Perhaps one of her attendant spirits.

Papageno
(to himself)
How he stares at me!
I’m beginning to be afraid of him. –
Why are you looking at me
so suspiciously and slyly?

Tamino
Because – because I doubt whether you are human.

Papageno
What was that?

Tamino
Judging by the feathers that cover you,
I take you for –
(goes towards him)

Papageno
Not a bird, I hope? –
Stay back, I tell you, and don’t trust me;
for I have the strength of a giant
when I get hold of someone. –
If he isn’t frightened off soon,
I’ll run away.

Tamino
The strength of a giant?
(looks at the serpent)
Then perhaps it was you
who saved me by fighting this poisonous serpent?

Papageno
Serpent!
(looks around and, trembling,
steps back a few paces)

What’s that! Is it dead or alive?

Tamino
With your modest question you want
to refuse my thanks –
but I must tell you
that I shall be grateful
to you forever for so brave a deed.

Papageno
Let’s not talk about it –
let’s be glad that it was successfully overcome.

Tamino
But in heaven’s name, friend,
how did you fight this monster?
You have no weapons.

Papageno
Don’t need any! –
With me, one strong squeeze of
the hand is worth more than weapons.

Tamino
So you strangled it?

Papageno
Strangled it!
(to himself)
I’ve never been
so strong in my life as I am today.

(The three Ladies appear.)

The Three Ladies
(threatening him, calling all together)
Papageno!

Papageno
Aha! That means me. – Look around, my friend!

Tamino
Who are these ladies?

Papageno
Who they really are, I don’t know myself. –
All I know is
that every day they take my birds
and bring me wine,
sugarloaf and sweet figs in exchange.

Tamino
I suppose they are very beautiful?

Papageno
I don’t think so!
For if they were beautiful,
they wouldn’t cover their faces.

The Three Ladies
(threatening)
Papageno!

Papageno
Be quiet!
They are threatening me already. –
You ask whether they are beautiful,
and I can only answer
that I have never seen anything
more charming in all my life. –
Now they’ll soon be in a good mood again.

The Three Ladies
(threatening)
Papageno!

Papageno
What on earth can I have done today
to make them so angry with me? –
Here, my beauties, I hand over my birds.

First Lady
(hands him a fine bottle of water)
In return, our Queen today, for the first time,
sends you pure clear water instead of wine.

Second Lady
And she ordered me
to bring you this stone
instead of sugarloaf. –
I hope it agrees with you.

Papageno
What? Am I supposed to eat stones?

Third Lady
And instead of sweet figs I have
the honour of fastening this
golden lock on your mouth.
(She fastens the lock on his mouth.
Papageno shows his pain by gestures.)


First Lady
No doubt you would like
to know why the Queen punishes you
so strangely today?
(Papageno nods yes.)

Second Lady
So that in future you will never again lie
to strangers.

Third Lady
And never boast of heroic deeds
that others have performed.

First Lady
Tell us! Did you fight this serpent?
(Papageno shakes his head.)

Second Lady
Who did, then?
(Papageno signals that he does not know.)

Third Lady
It was we, young man, who saved you. –
Do not tremble!
Joy and delight await you. –
Here, the great Queen sends you this picture;
it is the portrait of her daughter. –
If you find, she said,
that these features do not leave you indifferent,
then happiness,
honour and fame shall be your lot. –
Farewell!
(She goes.)

Second Lady
Adieu, Monsieur Papageno!
(She goes.)

First Lady
Mind you don’t drink too fast!
(She goes off laughing.)

(Papageno has continued his dumb show throughout.
From the moment he received the portrait, Tamino
has been absorbed in it; his love grows, and he
seems deaf to all that is said.)

 
Nr. 3: Arie

Tamino
Dies Bildnis ist bezaubernd schön,
wie noch kein Auge je geseh’n.
Ich fühl’ es, wie dies Götterbild
mein Herz mit neuer Regung füllt.
Dies Etwas kann ich zwar nicht nennen,
doch fühl’ ich’s hier wie Feuer brennen;
soll die Empfindung Liebe sein?
Ja, ja, die Liebe ist’s allein.
O wenn ich sie nur finden könnte!
O wenn sie doch schon vor mir stünde!
Ich würde – würde – warm und rein –
was würde ich?
Ich würde sie voll Entzücken
an diesen heißen Busen drücken,
und ewig wäre sie dann mein!

(will ab)

(Die drei Damen kommen zurück.)

Erste Dame
Rüste dich mit Mut und Standhaftigkeit,
schöner Jüngling! –
Die Fürstin –

Zweite Dame
hat mir aufgetragen, dir zu sagen –

Dritte Dame
daß der Weg zu deinem künftigen
Glücke nunmehr gebahnt sei.

Erste Dame
Sie hat jedes deiner Worte gehört,
so du sprachst; –
sie hat –

Zweite Dame
jeden Zug in deinem Gesichte gelesen. –
Ja, noch mehr, ihr mütterliches Herz –

Dritte Dame
hat beschlossen, dich ganz glücklich zu machen. –
„Hat dieser Jüngling“, sprach sie,
„auch so viel Mut und Tapferkeit,
als er zärtlich ist,
o so ist meine Tochter ganz gewiß gerettet.“

Tamino
Gerettet? O ewige Dunkelheit!
Was hör’ ich? –
Das Original? –

Erste Dame
Hat ein mächtiger,
böser Dämon ihr entrissen.

Tamino
Entrissen? –
O ihr Götter!
Sagt, wie konnte das geschehen?

Erste Dame
Sie saß an einem schönen Maientage ganz allein
in dem alles belebenden Zypressenwäldchen,
welches immer ihr Lieblingsaufenthalt war. –
Der Bösewicht schlich unbemerkt hinein –

Zweite Dame
belauschte sie, und –

Dritte Dame
er hat nebst seinem bösen Herzen auch
noch die Macht,
sich in jede erdenkliche Gestalt zu verwandeln;
auf solche Weise hat er auch Pamina –

Erste Dame
Dies ist der Name der königlichen Tochter,
so Ihr anbetet.

Tamino
O Pamina! Du mir entrissen –
du in der Gewalt eines üppigen Bösewichts! –
Bist vielleicht in diesem Augenblicke –
schrecklicher Gedanke!

Die Drei Damen
Schweig, Jüngling!

Erste Dame
Lästere der holden Schönheit Tugend nicht! –
Trotz aller Pein, so die Unschuld duldet,
ist sie sich immer gleich. –
Weder Zwang noch Schmeichelei ist vermögend,
sie zum Wege des Lasters zu verführen.

Tamino
O sagt, Mädchen, sagt,
wo ist des Tyrannen Aufenthalt?

Zweite Dame
Sehr nahe an unsern Bergen lebt er in
einem angenehmen und reizenden Tale. –
Seine Burg ist prachtvoll und sorgsam bewacht.

Tamino
Kommt, Mädchen!
Führt mich! –
Pamina sei gerettet! –
Der Bösewicht falle von meinem Arm;
das schwör’ ich bei meiner Liebe,
bei meinem Herzen!
(Sogleich wird ein heftig
erschütternder Akkord mit Musik
gehört.)

Ihr Götter! Was ist das?

Die Drei Damen
Fasse dich!

Erste Dame
Es verkündigt die Ankunft unserer Königin.
(Donner)

Die Drei Damen
Sie kommt!
(Donner)
Sie kommt!
(Donner)
Sie kommt!

(Die Berge teilen sich auseinander, und das
Theater verwandelt sich in ein prächtiges Gemach.
Die Königin sitzt auf einem Thron, welcher mit
transparenten Sternen geziert ist.)

 
No. 3: Aria

Tamino
This portrait is bewitching,
no eye has ever seen its like before.
I feel as if this angelic picture
were filling my heart with a new emotion.
This something I cannot name,
but I feel it burning here.
Can this sensation be love?
Yes, yes! This can only be love.
Oh, if only I might find her!
If only she stood before me!
I would – would warmly – chastely –
what would I do?
I would, in ecstasy,
press her to my ardent heart,
and she would be mine forever!

(He is about to go.)

(The three Ladies return.)

First Lady
Arm yourself with courage and constancy,
handsome youth! –
The Queen –

Second Lady
has commanded me to tell you –

Third Lady
that the path to your future
happiness now lies open.

First Lady
She has heard every
word you spoke; –
she has –

Second Lady
read every feature of your face. –
Yes, and more: her mother’s heart –

Third Lady
has resolved to make you completely happy. –
“If this youth,” she said,
“has as much courage and bravery
as he has tenderness,
then my daughter is surely saved.”

Tamino
Saved? O eternal darkness!
What do I hear? –
The girl in the portrait? –

First Lady
Has been snatched
from her by a powerful, evil demon.

Tamino
Snatched away? –
O you gods!
Tell me, how could that happen?

First Lady
One fine day in May she was sitting all alone in
the cypress grove, where all things flourish,
which was always her favourite place. –
The villain crept in unnoticed –

Second Lady
spied on her, and –

Third Lady
besides his wicked heart,
he also has the power
to change himself into any shape imaginable;
in that way he has also taken Pamina –

First Lady
That is the name of
the royal daughter whom you adore.

Tamino
O Pamina! Torn away from me –
you, in the power of a lustful villain! –
Perhaps at this very moment you are –
what a terrible thought!

The Three Ladies
Silence, young man!

First Lady
Do not slander the virtue of that lovely beauty! –
Whatever torments innocence must suffer,
she stays true to herself. –
Neither force nor flattery can lead her onto
the path of vice.

Tamino
Oh tell me, ladies,
tell me where the tyrant lives!

Second Lady
Very close to our mountains,
in a pleasant and charming valley. –
His castle is magnificent and carefully guarded.

Tamino
Come, ladies!
Lead me! –
Pamina shall be saved! –
Let the villain fall by my arm;
I swear it by my love,
by my heart!
(At once a violent,
shattering chord is heard in the
orchestra.)

You gods! What is that?

The Three Ladies
Be calm!

First Lady
It announces the arrival of our Queen.
(thunder)

The Three Ladies
She comes!
(thunder)
She comes!
(thunder)
She comes!

(The mountains part,
and the scene changes to a magnificent chamber.
The Queen is seated on a throne adorned
with transparent stars.)

 
Nr. 4: Rezitativ und Arie

Königin
O zitt’re nicht, mein lieber Sohn,
du bist unschuldig, weise, fromm –
Ein Jüngling so wie du, vermag am besten,
das tiefbetrübte Mutterherz zu trösten. –
Zum Leiden bin ich auserkoren,
denn meine Tochter fehlet mir.
Durch sie ging all mein Glück verloren,
ein Bösewicht entfloh mit ihr.
Noch seh’ ich ihr Zittern
mit bangem Erschüttern,
ihr ängstliches Beben,
ihr schüchternes Streben.
Ich mußte sie mir rauben sehen,
ach helft!, war alles was sie sprach –
allein vergebens war ihr Flehen,
denn meine Hilfe war zu schwach.
Du wirst sie zu befreien gehen,
du wirst der Tochter Retter sein.
Und werd’ ich dich als Sieger sehen,
so sei sie dann auf ewig dein.

(Mit den drei Damen ab.)

(Das Theater verwandelt sich wieder
so, wie es vorher war.)


Tamino
(nach einer Pause)
Ist’s denn auch Wirklichkeit, was ich sah?
Oder betäubten mich meine Sinne? –
O ihr guten Götter, täuscht mich nicht!
Oder ich unterliege eurer Prüfung. –
Schützet meinen Arm, stählt meinen Mut,
und Taminos Herz wird ewigen
Dank euch entgegenschlagen.
(Er will gehen, Papageno tritt ihm in den Weg.)
 
No. 4: Recitative and Aria

Queen
O tremble not, beloved son,
you are guiltless, wise and good –
A youth such as you can best console
this overburdened maternal heart. –
I am condemned to grief,
for my daughter has been taken from me.
With her, all my happiness was lost;
a villain abducted her.
I can see her trembling
with fearful agitation,
shaking with fear,
feebly struggling.
I saw her taken from me.
“Ah, help me!” was all she could say –
but her appeals were in vain,
for my aid was not strong enough.
You shall go to set her free,
you shall be my daughter’s saviour.
And if you succeed,
she shall be yours forever.

(She leaves with the three Ladies.)

(The scene changes back
to what it was before.)


Tamino
(after a pause)
Was what I saw real?
Or were my senses deceiving me? –
O good gods, do not deceive me!
Or else I shall fail your test. –
Protect my arm, steel my courage,
and Tamino’s heart will beat
with eternal gratitude to you.
(He is about to go when Papageno steps in his way.)
 
Nr. 5: Quintett

Papageno
(deutet traurig auf sein Schloß am Mund)
Hm! hm! hm! hm!

Tamino
Der Arme kann von Strafe sagen,
denn seine Sprache ist dahin!

Papageno
Hm! hm! hm! hm!

Tamino
Ich kann nichts tun, als dich beklagen,
weil ich zu schwach zu helfen bin!

Erste Dame
Die Königin begnadigt dich,
entläßt die Strafe dir durch mich. –
(nimmt ihm das Schloß vom Mund weg)
 
No. 5: Quintet

Papageno
(pointing sadly to the padlock on his mouth)
Hm! hm! hm! hm!

Tamino
The poor fellow can well speak of punishment
when it has robbed him of the power of speech!

Papageno
Hm! hm! hm! hm!

Tamino
I can do nothing but sympathise,
for I am powerless to help!

First Lady
The Queen has had mercy on you,
and she sent me to release you. –
(She takes the padlock from Papageno’s mouth.)
 
Papageno
Nun plaudert Papageno wieder!

Zweite Dame
Ja, plaud’re – lüge nur nicht wieder!

Papageno
Ich lüge nimmermehr, nein, nein!

Die Damen
Dies Schloß soll deine Warnung sein!

Papageno
Dies Schloß soll meine Warnung sein!

Alle
Bekämen doch die Lügner alle
ein solches Schloß vor ihren Mund:
Statt Haß, Verleumdung, schwarzer Galle
bestünde Lieb’ und Bruderbund!

Erste Dame
O Prinz, nimm dies Geschenk von mir,
dies sendet uns’re Fürstin dir.
(gibt ihm eine goldene Flöte)
Die Zauberflöte wird dich schützen,
im größten Unglück unterstützen.

Die Damen
Hiermit kannst du allmächtig handeln,
der Menschen Leidenschaft verwandeln,
der Traurige wird freudig sein,
den Hagestolz nimmt Liebe ein.
 
Papageno
Now Papageno can chatter again!

Second Lady
Chatter yes – but never lie again!

Papageno
I will never tell another lie, no, never!

Ladies
Let this lock be a warning to you!

Papageno
Let this lock be a warning to me!

All
If only every liar had
a lock like this upon his mouth:
then would hate, calumny and rancour
be replaced by love and brotherhood!

First Lady
O Prince, accept this gift
sent to you by our Queen.
(gives Tamino a golden flute)
This magic flute will protect you
even in the gravest misfortune.

Ladies
This flute will confer great power upon you,
to transform the passions of mankind;
the mourner will become merry,
the bachelor a lover.
 
Alle
O! so eine Flöte ist mehr
als Gold und Kronen wert,
denn durch sie wird Menschenglück
und Zufriedenheit vermehrt.

Papageno
Nun ihr schönen Frauenzimmer,
darf ich? So empfehl’ ich mich.

Die Damen
Dich empfehlen kannst du immer,
doch bestimmt die Fürstin dich,
mit dem Prinzen ohn’ Verweilen
nach Sarastros Burg zu eilen.

Papageno
Nein dafür bedank’ ich mich.
Von euch selbsten hörte ich,
daß er wie ein Tigertier.
Sicher ließ’ ohn’ alle Gnaden
mich Sarastro rupfen, braten,
setzte mich den Hunden für.

Die Damen
Dich schützt der Prinz, trau ihm allein,
dafür sollst du sein Diener sein.

Papageno
(für sich)
Daß doch der Prinz beim Teufel wäre.
Mein Leben ist mir lieb.
Am Ende schleicht, bei meiner Ehre,
er von mir wie ein Dieb. –

Erste Dame
(gibt ihm ein stählernes Gelächter)
Hier, nimm dies Kleinod, es ist dein.
 
All
A flute like this is worth
more than gold or crowns,
for by its power will human joy
and contentment be increased.

Papageno
Now, fair ladies, will you excuse me?
If so, I take my leave.

Ladies
You may certainly depart,
but our lady has chosen you
to accompany the prince
immediately to Sarastro’s castle.

Papageno
No! I thank you very much.
You yourselves have told me
that he is as fierce as a tiger.
Sarastro, I’m sure, would not hesitate
to have me plucked and roasted
and thrown to the dogs.

Ladies
The Prince will protect you, trust him,
so then you will be his servant.

Papageno
(aside)
The Prince can go to the devil.
I value my life,
and now, by my honour, it’s likely
he will steal away from me like a thief. –

First Lady
(gives him a steel glockenspiel)
Here, take this treasure, it is yours.
 
Papageno
Ei! ei! was mag darinnen sein? –

Die Damen
Darinnen hörst du Glöckchen tönen!

Papageno
Werd’ ich sie auch wohl spielen können?

Die Damen
O ganz gewiß! ja ja gewiß!

Alle
Silberglöckchen, Zauberflöten
sind zu eurem/unserm Schutz vonnöten!
Lebet wohl! wir wollen gehn!
Lebet wohl – auf Wiedersehn!
(Alle wollen gehen.)

Tamino
Doch schöne Damen saget an ...

Papageno
... wo man die Burg wohl finden kann? –

Tamino und Papageno
... wo man die Burg wohl finden kann?

Die Damen
Drei Knäbchen, jung, schön, hold und weise
umschweben euch auf eurer Reise.
Sie werden eure Führer sein,
folgt ihrem Rate ganz allein.
 
Papageno
Aha! What can it be? –

Ladies
There are bells inside it!

Papageno
And shall I be able to play them?

Ladies
Oh, certainly! yes, certainly!

All
Silver bells and magic flute
are needed for your/our protection!
Farewell! We must leave now!
Farewell! – till we meet again.
(All turn to go.)

Tamino
But tell me, fair ladies...

Papageno
...how shall we find the citadel?

Tamino and Papageno
...how shall we find the citadel?

Ladies
Three boys, young, fair, gentle and wise,
will appear to you on your journey.
They will be your guides;
follow their counsel and theirs alone.
 
Tamino und Papageno
Drei Knäbchen, jung, schön, hold und weise
umschweben uns auf uns’rer Reise? –

Die Damen
Sie werden eure Führer sein,
folgt ihrem Rate ganz allein.

Tamino und Papageno
So lebet wohl! wir wollen gehn;
lebt wohl, lebt wohl, auf Wiedersehn!

Alle
So lebet wohl! wir wollen gehn!
lebt wohl, lebt wohl, auf Wiedersehn!

(Verwandlung: ein prächtiges Zimmer in
ägyptischem Stil.)


(Zwei Sklaven tragen schöne Polster nebst einem
prächtigen türkischen Tisch heraus und breiten
Teppiche aus; sodann kommt der dritte Sklave.)


Dritter Sklave
Ha, ha, ha!

Erster Sklave
Pst, pst!

Zweiter Sklave
Was soll denn das Lachen?

Dritter Sklave
Unser Peiniger, der alles belauschende Mohr,
wird morgen sicherlich gehangen oder gespießt. –
Pamina! – Ha, ha, ha!

Erster Sklave
Nun?

Dritter Sklave
Das reizende Mädchen! – Ha, ha, ha!

Zweiter Sklave
Nun?

Dritter Sklave
Ist entsprungen.

Erster und Zweiter Sklave
Entsprungen?

Erster Sklave
Und sie entkam?

Dritter Sklave
Unfehlbar! –
Wenigstens ist’s mein wahrer Wunsch.

Erster Sklave
O Dank euch, ihr guten Götter!
Ihr habt meine Bitte erhört.

Dritter Sklave
Sagt’ ich euch nicht immer,
es wird doch ein Tag für uns scheinen,
wo wir gerochen
und der schwarze Monostatos bestraft werden wird?

Zweiter Sklave
Was spricht nun der Mohr zu der Geschichte?

Erster Sklave
Er weiß doch davon?

Dritter Sklave
Natürlich!
Sie entlief vor seinen Augen. –
Wie mir einige Brüder erzählten,
die im Garten arbeiteten und von weitem sahen
und hörten, so ist der Mohr nicht mehr zu retten,
auch wenn Pamina von Sarastros
Gefolge wieder eingebracht würde.

Erster und Zweiter Sklave
Wieso?

Dritter Sklave
Du kennst ja den üppigen Wanst und seine Weise;
das Mädchen aber war klüger, als ich dachte. –
In dem Augenblicke, da er zu siegen glaubte,
rief sie Sarastros Namen:
das erschütterte den Mohren;
er blieb stumm und unbeweglich stehen –
indes lief Pamina nach dem Kanal
und schiffte von selbst in einer
Gondel dem Palmwäldchen zu.

Erster Sklave
O wie wird das schüchterne Reh mit Todesangst
dem Palaste ihrer zärtlichen Mutter zueilen!

Monostatos
(von innen)
He, Sklaven!

Erster Sklave
Monostatos’ Stimme!

Monostatos
(von innen)
He, Sklaven! Schafft Fesseln herbei!

Die Drei Sklaven
Fesseln?

Erster Sklave
(läuft zur Seitentüre)
Doch nicht für Pamina?
O ihr Götter!
Da seht, Brüder, das Mädchen ist gefangen.

Zweiter und Dritter Sklave
Pamina? – Schrecklicher Anblick!

Erster Sklave
Seht, wie der unbarmherzige Teufel
sie bei ihren zarten Händchen faßt. –
Das halt’ ich nicht aus.
(geht auf die andere Seite ab)

Zweiter Sklave
Ich noch weniger.
(auch dort ab)

Dritter Sklave
So was sehen zu müssen,
ist Höllenmarter.
(ab)

(Monostatos tritt herein, gefolgt von Pamina,
die von Sklaven hereingeführt wird.)


 
Tamino and Papageno
Three boys, young, fair, gentle and wise,
will appear to us on our journey? –

Ladies
They will be your guides;
follow their counsel and theirs alone.

Tamino and Papageno
So farewell! we must leave now;
farewell, farewell, until we meet again!

All
So farewell! we must leave now;
farewell, farewell, until we meet again!

(Change of scene: a splendid chamber in the
Egyptian style.)


(Two slaves carry in fine cushions and a
splendid Turkish table and spread out carpets;
then the third slave comes in.)


Third Slave
Ha, ha, ha!

First Slave
Psst, psst!

Second Slave
What’s all the laughing about?

Third Slave
Our tormentor, that eavesdropping Moor,
is sure to be hanged or impaled tomorrow. –
Pamina! – Ha, ha, ha!

First Slave
Well?

Third Slave
That charming girl! – Ha, ha, ha!

Second Slave
Well?

Third Slave
Has run away.

First and Second Slaves
Run away?

First Slave
And she got away?

Third Slave
Without a doubt! –
At least, that’s what I truly hope.

First Slave
Oh, thank you, kind gods!
You have heard my prayer.

Third Slave
Didn’t I always tell you
that a day would dawn for us when we
would be avenged
and black Monostatos would be punished?

Second Slave
And what does the Moor say to all this?

First Slave
He does know about it?

Third Slave
Of course!
She ran away before his very eyes. –
Some of our brothers who were working in
the garden saw and heard it from a distance,
and they tell me that the Moor is done for,
even if Sarastro’s
men bring Pamina back.

First and Second Slaves
How so?

Third Slave
You know that lecherous paunch and his ways;
but the girl was cleverer than I thought. –
Just when he thought he had won,
she called out Sarastro’s name:
that shook the Moor; he stood there,
dumb and motionless –
meanwhile Pamina ran to the canal
and sailed off by herself in a gondola towards
the palm grove.

First Slave
Oh, how that timid deer will rush in mortal fear
to the palace of her loving mother!

Monostatos
(from within)
Hey, slaves!

First Slave
Monostatos’s voice!

Monostatos
(from within)
Hey, slaves! Bring chains!

The Three Slaves
Chains?

First Slave
(runs to the side door)
Surely not for Pamina?
O you gods!
Look, brothers, the girl has been caught.

Second and Third Slaves
Pamina? – What a terrible sight!

First Slave
Look how that pitiless devil grabs
her by her delicate little hands. –
I can’t bear it.
(goes off on the other side)

Second Slave
I even less.
(also goes off there)

Third Slave
Having to watch such a thing is
the torture of hell.
(goes off)

(Monostatos enters, followed by Pamina,
who is led in by slaves.)

 
Nr. 6: Terzett

Monostatos
Du feines Täubchen, nur herein.

Pamina
O welche Marter, welche Pein!

Monostatos
Verloren ist dein Leben.
 
No. 6: Terzetto

Monostatos
My fine little dove, step inside.

Pamina
Oh, what suffering! What pain!

Monostatos
You are doomed to die.
 
Pamina
Der Tod macht mich nicht beben;
nur meine Mutter dauert mich,
sie stirbt vor Gram ganz sicherlich.

Monostatos
He, Sklaven, legt ihr Fesseln an;
mein Haß soll dich verderben!
(Sie legen ihr Fesseln an.)

Pamina
O laß mich lieber sterben,
weil nichts, Barbar! dich rühren kann.
(sinkt in Ohnmacht auf ein Sofa)

Monostatos
Nun fort! Nun fort!
Laßt mich bei ihr allein.
(Die Sklaven gehen ab. Papageno am Fenster von
außen, ohne gleich gesehen zu werden.)


Papageno
Wo bin ich wohl?! wo mag ich sein?
Aha, da find’ ich Leute, gewagt; ich geh’ hinein.
(geht hinein)
Schön Mädchen jung und rein,
viel weißer noch als Kreide...
(Monostatos und Papageno sehen sich, –
erschrickt einer über den andern.)


Papageno und Monostatos
Hu – – das ist – der Teufel sicherlich.
Hab Mitleid – verschone mich – Hu – Hu –

(Beide laufen ab.)

Pamina
(spricht wie im Traum)
Mutter – Mutter – Mutter!
(Sie erholt sich, sieht sich um.)
Wie? – Noch schlägt dieses Herz? –
Noch nicht vernichtet? –
Zu neuen Qualen erwacht? –
O, das ist hart, sehr hart! –
Mir bitterer als der Tod.

(Papageno kommt zurück.)

Papageno
Bin ich nicht ein Narr,
daß ich mich schrecken ließ? –
Es gibt ja schwarze Vögel in der Welt,
warum denn nicht auch schwarze Menschen? –
Ah, sieh da!
Hier ist das schöne Fräuleinbild noch. –
Du Tochter der nächtlichen Königin!

Pamina
Nächtliche Königin? – Wer bist du?

Papageno
Ein Abgesandter der sternflammenden Königin.

Pamina
(freudig)
Meiner Mutter? – O Wonne! – Dein Name?

Papageno
Papageno!

Pamina
Papageno? –
Papageno –
ich erinnere mich, den Namen oft gehört zu haben,
dich selbst aber sah ich nie.

Papageno
Ich dich ebensowenig.

Pamina
Du kennst also meine gute, zärtliche Mutter?

Papageno
Wenn du die Tochter
der nächtlichen Königin bist –
ja!

Pamina
O, ich bin es.

Papageno
Das will ich gleich erkennen.
(Er sieht das Porträt an, welches der
Prinz zuvor empfangen und Papageno nun an
einem Bande am Halse trägt.)

Die Augen schwarz –
richtig, schwarz. –
Die Lippen rot –
richtig, rot. –
Blonde Haare –
blonde Haare. –
Alles trifft ein, bis auf Händ’ und Füße. –
Nach dem Gemälde zu schließen,
sollst du weder Hände noch Füße haben;
denn hier sind auch keine angezeigt.

Pamina
Erlaube mir –
Ja, ich bin’s! –
Wie kam es in deine Hände?

Papageno
Dir das zu erzählen, wäre zu weitläufig;
es kam von Hand zu Hand.

Pamina
Wie kam es in die deinige?

Papageno
Auf eine wunderbare Art. – Ich habe es gefangen.

Pamina
Gefangen?

Papageno
Ich muß dir das umständlicher erzählen. –
Ich kam heute früh
wie gewöhnlich zu deiner Mutter
Palast mit meiner Lieferung.

Pamina
Lieferung?

Papageno
Ja, ich liefere deiner Mutter
und ihren Jungfrauen schon seit vielen Jahren
alle die schönen Vögel in den Palast. –
Eben als ich im Begriff war,
meine Vögel abzugeben,
sah ich einen Menschen vor mir,
der sich Prinz nennen läßt. –
Dieser Prinz hat deine Mutter so eingenommen,
daß sie ihm dein Bildnis schenkte und ihm befahl,
dich zu befreien. –
Sein Entschluß war so schnell
als seine Liebe zu dir.

Pamina
(freudig)
Liebe? Er liebt mich also?
O sage mir das noch einmal,
ich höre das Wort Liebe gar zu gerne.

Papageno
Das glaube ich dir, ohne zu schwören;
bist ja ein Fräuleinbild. –
Wo blieb ich denn?

Pamina
Bei der Liebe.

Papageno
Richtig, bei der Liebe! –
Das nenn’ ich Gedächtnis haben! –
Kurz also, diese große Liebe zu dir war der
Peitschenstreich,
um unsre Füße in schnellen Gang zu bringen;
nun sind wir hier,
dir tausend schöne und angenehme Sachen zu sagen,
dich in unsre Arme zu nehmen und,
wenn es möglich ist, ebenso schnell,
wo nicht schneller als hierher,
in den Palast deiner Mutter zu eilen.

Pamina
Das ist alles sehr schön gesagt; aber,
lieber Freund,
wenn der unbekannte Jüngling oder Prinz,
wie er sich nennt, Liebe für mich fühlt,
warum säumt er so lange,
mich von meinen Fesseln zu befreien?

Papageno
Da steckt eben der Haken. –
Wie wir von den Jungfrauen Abschied nahmen,
so sagten sie uns,
drei holde Knaben würden unsre Wegweiser sein,
sie würden uns belehren,
wie und auf was Art wir handeln sollen.

Pamina
Sie lehrten euch?

Papageno
Nichts lehrten sie uns,
denn wir haben keinen gesehen. –
Zur Sicherheit also war der Prinz so fein,
mich vorauszuschicken,
um dir unsre Ankunft anzukündigen.

Pamina
Freund, du hast viel gewagt! –
Wenn Sarastro dich hier erblicken sollte –

Papageno
So wird mir meine Rückreise erspart –
das kann ich mir denken.

Pamina
Dein martervoller Tod würde ohne Grenzen sein.

Papageno
Um diesem auszuweichen,
so gehen wir lieber beizeiten.

Pamina
Wie hoch mag wohl die Sonne sein?

Papageno
Bald gegen Mittag.

Pamina
So haben wir keine Minute zu versäumen. –
Um diese Zeit kommt Sarastro
gewöhnlich von der Jagd zurück.

Papageno
Sarastro ist also nicht zu Hause? – Pah!
Da haben wir gewonnenes Spiel! –
Komm, schönes Fräuleinbild!
Du wirst Augen machen,
wenn du den schönen Jüngling erblickst.

Pamina
Wohl denn, es sei gewagt!
(Sie gehen, Pamina kehrt um.)
Aber wenn dies ein Fallstrick wäre? –
Wenn dieser nun ein böser Geist
von Sarastros Gefolge wäre?
(sieht ihn bedenklich an)

Papageno
Ich ein böser Geist? –
Wo denkt Ihr hin, Fräuleinbild? –
Ich bin der beste Geist von der Welt.

Pamina
Doch nein; das Bild hier überzeugt mich,
daß ich nicht getäuscht bin;
es kommt von den Händen
meiner zärtlichsten Mutter.

Papageno
Schön’s Fräuleinbild,
wenn dir wieder ein
so böser Verdacht aufsteigen sollte,
daß ich dich betrügen wollte,
so denke nur fleißig an die Liebe,
und jeder böse Argwohn wird schwinden.

Pamina
Freund, vergib, vergib, wenn ich dich beleidigte!
Du hast ein gefühlvolles Herz,
das sehe ich in jedem deiner Züge.

Papageno
Ach, freilich hab’ ich ein gefühlvolles Herz! –
Aber was nützt mich das alles? –
Ich möchte mir oft alle meine Federn ausrupfen,
wenn ich bedenke,
daß Papageno noch keine Papagena hat.

Pamina
Armer Mann! Du hast also noch kein Weib?

Papageno
Nicht einmal ein Mädchen, viel weniger ein Weib! –
Ja, das ist betrübt! –
Und unsereiner hat
doch auch bisweilen seine lustigen Stunden,
wo man gern gesellschaftliche
Unterhaltung haben möcht’.

Pamina
Geduld, Freund!
Der Himmel wird auch für dich sorgen;
er wird dir eine Freundin schicken,
ehe du dir’s vermutest.

Papageno
Wenn er’s nur bald schickte!
 
Pamina
Death does not frighten me,
I only worry about my mother;
she will surely die of grief.

Monostatos
Hey, slaves, bind her in chains;
my hate will be your ruination!
(Pamina is put in chains.)

Pamina
O let me rather die, for nothing
will move you, you barbarian.
(She falls unconscious on the sofa.)

Monostatos
Get out, now, get out!
Leave me alone with her.
(The slaves hurry away. Papageno outside at the
window, without at first being seen.)


Papageno
Where am I? Wherever am I?
Aha! someone’s there. Courage! I’ll go in.
(He enters.)
Pretty maiden, young and fair,
whiter than chalk...
(Papageno and Monostatos see one another –
each frightens the other.)


Papageno and Monostatos
Oo! – – that must be – the devil himself!
Have pity – spare me – Oo – Oo –

(Both run off.)

Pamina
(speaking as if in a dream)
Mother – Mother – Mother!
(She recovers and looks around.)
What? – This heart still beats? –
Not yet destroyed? –
Awakened to new torments? –
Oh, that is hard, very hard! –
More bitter to me than death.

(Papageno returns.)

Papageno
Wasn’t I a fool
to let myself be frightened? –
After all, there are black birds in
the world, so why not black people too?
– Ah, look!
Here’s the pretty young lady still. –
You, daughter of the Queen of the Night!

Pamina
Queen of the Night? – Who are you?

Papageno
A messenger from the star-flaming Queen.

Pamina
(joyfully)
From my mother? – Oh, joy! – What is your name?

Papageno
Papageno!

Pamina
Papageno? –
Papageno –
I remember hearing that name often,
but I have never seen you.

Papageno
Nor I you.

Pamina
So you know my good, loving mother?

Papageno
If you are the daughter of
the Queen of the Night –
yes!

Pamina
Oh, I am.

Papageno
I’ll check that right away.
(He looks at the portrait, which the Prince
received earlier and which Papageno now wears
on a ribbon round his neck.)

Eyes black –
right, black. –
Lips red –
right, red. –
Blonde hair –
blonde hair. –
Everything fits, except the hands and feet. –
Judging by the picture,
you shouldn’t have any hands or feet,
because none are shown here.

Pamina
Let me see –
Yes, it is me! –
How did it come into your hands?

Papageno
That would take too long to tell;
it passed from hand to hand.

Pamina
How did it come into yours?

Papageno
In a wonderful way. – I caught it.

Pamina
Caught it?

Papageno
I must tell you in more detail. –
This morning I came
as usual to your mother’s palace
with my delivery.

Pamina
Delivery?

Papageno
Yes, for many years now I
have been delivering all the beautiful birds
to your mother and her maidens at the palace. –
Just as I was about
to hand over my birds,
I saw a man in front of me
who calls himself a prince. –
This prince so charmed your mother
that she gave him your portrait and ordered him
to set you free. –
His decision was as quick
as his love for you.

Pamina
(joyfully)
Love? So he loves me?
Oh, tell me that again;
I do so love to hear the word love.

Papageno
I believe you without your having to swear it;
you are a young lady, after all. –
Where was I?

Pamina
At love.

Papageno
Right, at love! –
That’s what I call a memory! –
In short, this great love for you was
the crack of
the whip that set our feet running;
now we are here
to tell you a thousand lovely and pleasant things,
to take you in our arms and,
if possible, to hurry back
to your mother’s palace as quickly
as we came here, if not quicker.

Pamina
That is all very nicely said; but,
dear friend,
if the unknown youth,
or prince, as he calls himself,
feels love for me,
why is he so slow to free me from my chains?

Papageno
That’s just the snag. –
When we took leave of the maidens,
they told us
that three gracious boys would be our guides
and would teach us how
and in what way we should act.

Pamina
They taught you?

Papageno
They taught us nothing,
because we haven’t seen any of them. –
So, to be on the safe side,
the Prince was clever enough to send me ahead
to announce our arrival to you.

Pamina
Friend, you have risked a great deal! –
If Sarastro should see you here –

Papageno
Then I’ll be spared the journey home –
I can imagine.

Pamina
Your death would be torture without end.

Papageno
To avoid that,
we’d better leave in good time.

Pamina
How high might the sun be?

Papageno
It’s nearly noon.

Pamina
Then we have not a minute to lose. –
At this time Sarastro usually comes back
from hunting.

Papageno
So Sarastro is not at home? – Pah!
Then the game is ours! –
Come, pretty young lady!
You’ll open your eyes wide
when you see the handsome youth.

Pamina
Very well, let us dare it!
(They start to go; Pamina turns back.)
But what if this were a trap? –
What if he were an evil spirit
from Sarastro’s retinue?
(looks at him doubtfully)

Papageno
Me, an evil spirit? –
What are you thinking of, young lady? –
I am the best spirit in the world.

Pamina
But no; this picture convinces me
that I am not deceived;
it comes from the hands
of my most loving mother.

Papageno
Pretty young lady,
if such a wicked suspicion
that I wanted to deceive you should
ever rise in you again,
just think hard about love,
and every evil suspicion will vanish.

Pamina
Friend, forgive me, forgive me if I offended you!
You have a feeling heart;
I see it in every one of your features.

Papageno
Oh, of course I have a feeling heart! –
But what good is it all to me? –
I often feel like plucking out all my feathers
when I think
that Papageno still has no Papagena.

Pamina
Poor man! So you have no wife yet?

Papageno
Not even a sweetheart, let alone a wife! –
Yes, it’s sad! –
And even a fellow
like me has his merry hours now and then,
when he’d like a
bit of company.

Pamina
Patience, friend!
Heaven will provide for you too;
it will send you a companion
before you know it.

Papageno
If only it would send her soon!
 
libretto by Emanuel Schikaneder
 
 
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